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Blechzeichnung: Abwicklung mit Biegelinien und Abkantwerkzeug
Laser oder Wasserstrahl

Wärme oder Druck? Tempo oder Dicke? Der Werkstoff entscheidet.

Beide schneiden flaches Material präzise auf Form. Der Laser schmilzt oder verdampft den Werkstoff mit gebündeltem Licht – schnell, aber mit Wärmeeinflusszone. Der Wasserstrahl trägt ihn mit Druckwasser und Abrasivmittel ab – ohne Wärme, bei jedem Werkstoff und in größeren Dicken. Jedes Verfahren gewinnt auf seinem Feld.

VerfahrensvergleicheWuxi, ChinaMOQ 1 TeilDFM-Prüfung inklusive

Die Übersicht nebeneinander.

Laserschneiden

Ein Faser- oder CO2-Laser schmilzt oder verdampft den Werkstoff. Schnelle, genaue und saubere Schnitte in Metallen und manchen Kunststoffen, mit einer Wärmeeinflusszone an der Schnittkante. Standard in der Blechfertigung.

Wasserstrahlschneiden

Wasser unter hohem Druck, bis 600 MPa, mit Granat als Abrasivmittel trägt den Werkstoff ab. Ohne Wärme. Schneidet jeden Werkstoff – Metalle, Stein, Glas, Verbundwerkstoffe. Bei dünnem Metall langsamer als der Laser, bei dickem schneller.

Punkt für Punkt.

MerkmalLaserschneidenWasserstrahl
Max. Dicke (Stahl)20–25 mm (Faserlaser)über 150 mm
Max. Dicke (Aluminium)15–20 mm (Faserlaser)über 150 mm
Geschwindigkeit (dünnes Metall)SchnellLangsamer
Geschwindigkeit (dickes Metall)Langsam (nahe der Dickengrenze)Schneller (über 15 mm)
WärmeeinflusszoneJa (0,1–1 mm)Keine
Spannungen im WerkstoffWärmespannungen nahe dem SchnittKeine thermischen Spannungen
KantengüteSauber bei dünn, Bartbildung bei dickSauber über alle Dicken
Präzision±0,1 mm üblichÜblich ±0,2 mm
WerkstoffspektrumMetalle, manche KunststoffeJeder Werkstoff (Metalle, Stein, Glas, Verbundwerkstoffe)
Reflektierende WerkstoffeSchwierig (Kupfer, Messing)Einfach
Mehrere Bleche stapelnBegrenztJa (mehrere dünne Bleche)
BetriebskostenMäßig (geringere Verbrauchskosten)Höher (Granat, Wasser)
GeräuschNiedrigHoch (Pumpen und Schneiden)
RüstzeitSchnellMittel

Wann welches.

Wählen Sie den Laserschnitt, wenn:

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Häufige Fragen

Wärme oder Druck? Tempo oder Dicke? Der Werk – Fragen

Was ist schneller?

Das hängt von der Dicke ab. Bei dünnem Metall unter 6 mm ist der Laser drei- bis fünfmal schneller. Zwischen 6 und 15 mm liegen beide etwa gleichauf. Über 15 mm gewinnt der Wasserstrahl – er schneidet 150 mm Stahl, wo der Laser längst nicht mehr hinreicht. Für die Serienfertigung dünner bis mittlerer Blechteile ist der Laser Standard; bei dicken Platten oder wärmeempfindlichen Werkstoffen führt der Wasserstrahl.

Wärmeeinflusszone – fällt sie ins Gewicht?

Das hängt vom nächsten Arbeitsschritt ab. Wird das Teil geschweißt, spielt die Wärmeeinflusszone des Lasers keine Rolle, denn das Schweißen bringt ohnehin mehr Wärme ein. Bei warmausgehärtetem Aluminium (7075-T6, 6061-T6) erweicht die lasergeschnittene Kante örtlich, was heikel wird, wenn genau diese Kante hoch belastet ist. Bei präzisionsgefrästen Teilen, die auf Form geschnitten werden, vermeidet der Wasserstrahl dieses Erweichen. In der gewöhnlichen Blechfertigung ist die Wärmeeinflusszone des Lasers vernachlässigbar und ändert nichts an der Funktion.

Welche Werkstoffe schneidet der Wasserstrahl, die der Laser nicht schafft?

Stein (Granit, Marmor, Kalkstein), Glas, Keramik, Verbundwerkstoffe (Kohle- und Glasfaser), Stoffe und Gewebe, Holz und Sperrholz, dicke Metalle über 20 mm, reflektierende Metalle wie Reinkupfer und poliertes Aluminium, Titan – der Laser kann es, doch es ist wärmeempfindlich – sowie lebensmittelechte Werkstoffe, ohne sie zu verunreinigen. Der große Vorzug des Wasserstrahls: Er schneidet ohne Rücksicht auf den Werkstoff.

Wie stehen die Kosten zueinander?

Übliche Preise beim Blechschneiden: mit Laser 1 bis 5 Dollar je laufendem Meter bei dünnem und 3 bis 10 bei dickem Material. Mit Wasserstrahl 2 bis 8 bei dünnem und 6 bis 20 bei dickem. Bei dünnem Metall in Serie ist der Laser günstiger; bei dickem Material der Wasserstrahl, denn trotz des höheren Stundensatzes schneidet er schneller und wirksamer. Für einen konkreten Vergleich kalkulieren wir dasselbe Teil in beiden Verfahren.

Welche Genauigkeit ist erreichbar?

Beim Laserschneiden sind ±0,1 mm üblich, bei optimiertem Werkstoff auch ±0,05 mm. Beim Wasserstrahl ±0,2 mm, mit Spezialmaschinen ±0,1 mm. Für die meisten Blech- und Plattenanwendungen genügt beides. Für Präzisionsprototypen, die enger als ±0,1 mm sein müssen, ist das CNC-Fräsen aus der Platte oft die bessere Wahl.

Welche Oberfläche hat die Schnittkante?

Beim Laser hängt es von der Dicke ab: dünn saubere Schnitte mit Ra 0,8 µm, dick auch Riefen oder Bart mit Ra 3 bis 6 µm. Der Wasserstrahl liefert über alle Dicken eine gleichmäßig saubere Kante, üblich Ra 3 bis 6 µm, und bei langsamerem Kopfvorschub sehr glatte Schnitte. Bei Sichtteilen kann beides Entgraten verlangen. Für mechanisch funktionale Teile genügt die Oberfläche beider Verfahren zur Montage.

5-Achs-CNC-Fräszeichnung: Block aus Al 7075-T6 mit Taschen, Werkzeugbahn und Bemaßung

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